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Blocher: «Schule nicht länger den so genannten Experten überlassen» PDF Drucken E-Mail

Alt-Bundesrat Christoph Blocher will die Schweizer Bildungslandschaft radikal umkrempeln. Das bequeme und mühelose Leben der Kinder müsse laut ihm ein Ende haben.

20 Jahre nach dem Mauerfall will Alt-Bundesrat Christoph Blocher den seiner Meinung nach im Schweizer Bildungs- und Erziehungswesen grassierenden Sozialismus austreiben. Er holte am Samstag vor den SVP-Delegierten in Pfäffikon SZ zum Rundumschlag aus. Partei-Vizepräsident Blocher sagte, die SVP habe wohl zu lange Bildung und Erziehung den Experten überlassen. Nun müsse sie das heisse Eisen anpacken und in geordnete Formen giessen. Die linken und Mitteparteien würden sich daran die Zähne ausbeissen.

Glaubt man Blocher, so herrscht in der Schweizer Bildungs- und Erziehungslandschaft Sozialismus. Es gelte ein verwahrlostes, linkes Lebensbild. Das Ideal sei das bequeme und mühelose Leben. Die Selbstverwirklichung der Eltern und Pädagogen sei wichtiger als das Wohl der Kinder.

Alles werde lächerlich gemacht, klagte Blocher. Wer in der Schule faul und widerspenstig sei, gelte als besonders intelligent und phantasievoll.

Die Politik versuche die Familie gezielt zu schwächen, sagte Blocher. Um ein staatliches Familienmodell durchzusetzen, werde die Erziehung durch Staatsangestellte über die der Eltern gestellt. Gegen solch absurde Zwangsideologien aus der sozialistischen Gerümpelkammer müsse die SVP entschieden antreten.

Maurer: Als Soldaten überfordert

Zuvor hatte Bundesrat Ueli Maurer sein Idealbild der Familie skizziert. Die Familie sei zentral für den Fortbestand der Gesellschaft. Der Staat habe in der Familie aber nichts zu suchen. Er dürfe nicht Vater und Mutter spielen, sondern habe nur Rahmenbedingungen zu setzen.

Schwächstes Glied der Familien seien die Kinder, sagte Maurer. Diese liessen sich aber nicht programmieren. Der Verteidigungsminister bilanzierte die gemäss SVP herrschenden Missstände in der Erziehung aus seiner Sicht. Irgendeinmal würden aus den Kindern Soldaten. Und plötzlich seien sie dann überfordert. (tan/sda)