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«Für die Familie verzichte ich gerne» PDF Drucken E-Mail

Beat Künzli, 36 Jahre alt, Laupersdorf SO, Vater von 6 Kindern, Landwirt und Zuchtberater, Lebt seinen Kindern Disziplin vor.

Schweizer Familie:
Herr Künzli, Sie sind 36 Jahre jung und haben bereits sechs Kinder. Waren alle geplant?

Beat Künzli:
Ja. Wir wollten schon immer viele Kinder. Meine Frau wünschte sich früher, als Kindergärtnerin zu arbeiten. Das klappte nicht. Jetzt hat sie den Kindergarten zu Hause.

Wie reagieren die Leute, wenn Sie mit Ihrer Kinderschar unterwegs sind?

Es ist unglaublich, wie die Leute uns nachschauen. Aber es ist auch ungewöhnlich, dass ein junges Paar so viele Kinder hat.

Werden Sie kritisiert deswegen?

Dazu kann ich eine unschöne Geschichte erzählen: Ich habe für den Solothurner Kantonsrat kandidiert und einen Flyer verteilt. Natürlich stand darin, dass ich für die Familie plädiere und selber sechs Kinder habe. Darauf erhielt ich einen anonymen Brief mit üblen Beschimpfungen. Meine «Kinderbrut» koste den Staat zu viel, und es sei der blanke Horror, dass Leute wie ich sechs Kinder hätten. Derart massive Anwürfe erleben wir selten, aber viele reagieren mit Unverständnis.

Und was entgegnen Sie diesen Leuten?

Ich antworte, dass mir Kinder mehr geben als zum Beispiel eine Karriere oder viel Freizeit. Der Familie zuliebe verzichte ich gerne.

Auch auf finanziellen Luxus.

Wir leben sehr sparsam. Was wir brauchen, können wir uns allerdings leisten. Ferien aber liegen zum Beispiel nicht drin. Die verbringen wir auf meinem Bauernhof.

Worauf verzichten Sie sonst noch?

Unsere Kinder gehen nicht in den Schwimm- oder Ski-Unterricht. Es schmerzt mich manchmal, dass ich ihnen nicht alles ermöglichen kann. Aber sie lernen diese Dinge auch in der Schule.

Wie schaffen Sie es, dass mit sechs Kindern nicht alles drunter und drüber geht?

Es ist meine Frau, die sich tagsüber vor allem um die Kinder kümmert. Aber uns beiden ist Disziplin wichtig. Wir leben unseren Kindern vor, dass das Leben nicht nur aus Fernsehen und Computerspielen besteht. Es ist Arbeit. Eltern haben die Verantwortung, Kindern ihre Werte weiterzugeben. Das geschieht heute wohl zu wenig. Kein Wunder, wächst die Jugendkriminalität.

Wie schützen Sie Ihre Kinder vor negativen Einflüssen?

Wir können nicht alles kontrollieren. Aber zu Hause gibt es Regeln. Und die werden eingehalten. Es wird zum Beispiel nicht geflucht. Punkt.

Was passiert, wenn es ein Kind dennoch tut?

Dann spreche ich es darauf an. Wenn das nicht hilft, bestrafen wir unsere Kinder.

Wie?

Indem wir ihnen beispielsweise verbieten fernzusehen. Oder sie bekommen ein zusätzliches Ämtchen im Haushalt oder auf dem Bauernhof aufgebrummt. Strafen gehören meiner Meinung nach dazu, denn sie führen zu Disziplin.

Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 09/16 der Schweizer Familie publiziert.
http://www.schweizerfamilie.ch/freizeit/familienextra/article/30510.html